Orphelia Ocean

Description:

Name: Orphelia Ocean
Seeming: Elemental (Waterborn)
Court: Spring
Apparent Age: 25
Mental Attributes: Intelligence 2, Wits 3, Resolve 3
Physical Attributes: Strength 2, Dexterity 3, Stamina 2
Social Attributes: Presence 3, Manipulation 2, Composure 2
Mental Skills: Medicine 1, Occult (Magic) 3, Politics 2
Physical Skills: Athletics 2, Brawl (Kicking) 2, Stealth 1, Survival 2
Social Skills: Animal Ken 1, Empathy 2, Expression (Speeches) 2, Intimidation 1, Persuasion (Cutting a Deal) 2, Socialize 1, Streetwise 1, Subterfuge 1
Merits: Allies (Tromin) 1, Hedge Gate Sense 1, Mantle (Spring) 2, Market Sense 1, Mentor 1, Pledgesmith 1, Siren Song 3, Striking Looks 2
Willpower: 5
Clarity: 5
Virtue: Hope
Vice: Pride
Health: 7
Initiative: 5
Defense: 3
Speed: 7
Size: 5
Wyrd: 2
Contracts: Elements (Water) 4, Eternal Spring) 3
Goblin Contracts: none
Pledges: none
Glamour/per Turn: 11/2
Weapons/Attacks:
   7L – Elements’ Fury
   4B – Unarmed Strike
Armor:
   1/1 Elements’ Fury (Def: 7)

Bio:

Vor ihrer Entführung:

Orphelia war gerade mal sieben Jahre alt, als sie sich von ihrem menschlichen Leben verabschieden musste.
Ihre Eltern (Maggie und Steven Brown) waren Meeresbiologen. Schon als Säugling wurde sie auf dem Forschungskutter mitgeschleppt. “Forschungskutter” ist vielleicht etwas untertrieben. Es war eher eine schwimmende Wohnung. Es gab neben dem kleinen Labor mit den blinkenden Messgeräten auch einen gemütlichen Wohnraum, eine kleine Küche, und ein Schlafzimmer. Orphelia war auf dem Meer mehr zu Hause, als an Land.
Sie konnte schwimmen wie ein kleiner Fisch.
Und wenn sie einmal nicht im Wasser herum tollte, rannte sie singend übers Deck oder sie tanzte lachend mit ihrer Mutter übers Schiff.
Eine fröhliche Kindheit. Bis dann dieser Tag kam, dieser eine Tag.

Sie waren an einer kleinen Bucht, draußen am Korallenriff. Mit einer riesigen Taucherbrille beobachtete Orphelia die bunten Fische und Kreaturen der fantastischen Unterwasserwelt.
Und da war dieser eine kleine Fisch. Er funkelte rosa und neongelb. Er schien sie zu locken. Immer wieder schwamm er ihr entgegen und kitzelte sie an der Nase, entfernte sich wieder, und schwamm wieder zu ihr, nur um sicher zu gehen, dass sie folgte.
Und das tat sie. Mit leuchtenden großen Augen folgte sie seinem Ruf und damit ihrem Schicksal.

In Arcadia

Orphelia wurde in einem überdimensionalen Goldfischglas gehalten. (oder war sie geschrumpft?) Statt Beinen hatte sie einen prächtigen Fischschwanz und so schwamm sie Tag ein, Tag aus in ihrem gläsernen Gefängnis, ohne Chance zur Flucht. Wunderschöne Seepflanzen wurden um sie herum drapiert und irgendwann bekam sie in die Mitte des Glases einen Felsen platziert. Wenn sie ganz nach oben kletterte, konnte sie zwar noch immer nicht über den Rand hinaus sehen, aber sie konnte Luft atmen und die Zimmerdecke des Raumes sehen, in dem sie hauste.
Um auf andere Gedanken zu kommen begann sie zu singen. Traurige erschütternde Lieder voller Sehnsucht, aber auch fröhliche Klänge, starke Melodien.

Seit dieser Zeit wurden die verzerrten Gesichter hinter dem Glas, welche sich unförmig durch die Glaswölbung verbeulten, häufiger. Und auch wenn niemand mit ihr sprach, war sie sich ihrer Anziehung bewusst. Ihr Gefängnis wurde geschmückt und der graue Felsen gegen einen Korallenriff getauscht, in das funkelnde Juwelen eingelassen waren. Ihr Glas strahlte vor Glanz und Orphelia sang als Dank dafür.
Irgendetwas hatte sich dann geändert. Wurde sie weitergegeben? Wurde sie verschenkt? Oder verkauft?
Jedenfalls musste sie eines Tages ihr grauenvoll schönes Goldfischglas verlassen.

Sie bekam die Aufgabe, auf ein paar schauderhafte Zwillinge aufzupassen. Was heißt aufpassen. Sie musste „Gutenachtlieder“ singen, stunden-, und manchmal auch tagelang.
Und die Zwillinge waren gewiss keine niedlichen Babys für die man gerne singt. Es waren kleine schwarze Kreaturen mit langen Zähnen, glitschigen Fangarmen und fauligem Atem. Nicht selten bissen die Kleinen Orphelia und zerfetzten ihre Unterarme, oder rissen an ihrem Haaren. Sie waren grausam zu ihr.

Aber wenigstens hatte sie zu dieser Zeit etwas Freiraum.

Sie lernte die Hecke und ihre Gepflogenheiten kennen. Machte Besorgungen auf dem Goblinmarkt und freundete sich mit einem der Händler an.
Er handelte mit kleinen Schneekugeln. Zauberkugeln mit Miniaturgebäuden fremder Welten oder winzigen Figuren (die sich sogar bewegten. Waren das etwa lebende Wesen? Menschen?)
Und da gab es diese eine Kugel. In der war eine Tänzerin zu sehen. Sie drehte sich um sich selbst, streckte ihre Beine, um sie dann wieder anzuheben. Die Bewegungen waren anmutig und in Orphelia erwachte ein Gedanke oder eine Erinnerung. Sie war sich nicht sicher. Sie sah sich selbst vor ihrem inneren Auge. Als kleines Mädchen. Mit Beinen. An den Händen gehalten von einer Frau mit warmen Lächeln und sie drehten sich lachend im Kreis.

Sie blickte an sich hinab. Sie war inzwischen eine erwachsende Frau und Beine hatte sie auch nicht mehr. Diese Tatsache trieb ihr die Tränen in die Augen. Sie musste hier weg, die lange Suche nach ihrer Vergangenheit begann. Und nach einem Vertrag, der sie eventuell eines Tages wieder zu dem machen würde, was sie ursprünglich gewesen war.

Ihr Fetch

Ihre Eltern bekamen natürlich einen riesigen Schreck, als die bemerkten, dass ihre Tochter weg war. Sie suchten stundenlang ohne Erfolg. Nachts klopfte es auf einmal an das Hausboot. Maggie, die eh nicht schlafen konnte, stürzte zur Tür. Davor stand völlig durchnässt Orphelia. „Mir ist kalt, Mami.“ Zunächst fielen sich die beiden in die Arme. Ihr kleines Mädchen war wieder da.
Doch schon am nächsten Morgen legte sich ein dunkler Schatten über das wiedervereinte Glück.
Maggie war sich sicher, dass dieses kleine Mädchen da am Tisch nicht ihre Tochter war. Steven nahm seine Tochter in Schutz. Maggie wurde immer wahnsinniger. Sie beteuerte, dass dieses Kind nicht ihre Tochter war. Maggie traute sich nicht mehr in Anwesenheit des Kindes zu schlafen. Sie besuchten Therapien, und Maggie musste zur Kur, aber das ganze spitzte sich so zu, dass Steven eines Tages Maggie gerade noch davon abhalten konnte, die angebliche Orphelia in der Badewanne zu ertränken.
Seit dieser Zeit saß Orphelias Mutter in der Irrenanstalt, wo sie sich erst vor kurzem das Leben nahm.
Die Ersatzorphelia wuchs behütet bei ihrem Vater auf und arbeitet inzwischen als Strandaufsicht in Miami.

Orphelia Ocean

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