Thorns of Summer

Zähne

Unsere Freunde besannen sich nochmals still ihrer Flucht durch die Hecke. Es muss Zusammenhänge geben. Wie sonst ist zu erklären, dass jeder von ihnen durch einen Spiegel in diese Welt zurück kam? Wie erklären sich die Male, die jeder von ihnen am Körper trägt? Die römischen Zahlen. Orphelia trägt die I. Gluttony die V. Und Talea die VII. Und sie ist sich absolut sicher, dass nach der Sieben keine weitere Zahl folgt…

An dem Tag, an welchem sich die folgenden Ereignisse begaben, war Tommy nicht anwesend. Er befand sich – wahrscheinlich – am Hofe der Herbstkönigin.
Unsere Freunde hatten schon festgestellt, dass ihr Haus – falls man diese Bruchbude als solches bezeichnen kann – ihnen manchmal Bescheid gibt, wenn sie einen Kunden haben. Mobiltelefone und Pieper melden sich dann.
So war es auch dieses Mal. Nur heute stand kein Kunde vor der Tür. Dort lag nur ein dickes Kuvert.
Orphelia war sich sicher, dass darin etwas flüsterte. Um ihr zu zeigen, dass dort drin sicher nichts flüsterte, kippte Talea ihr den Inhalt auf den Schoß. Dabei hatte sie allerdings außer Acht gelassen, dass sich gerade ein Sturm zusammenbraute. Die nächste Windböe riss also die Dokumente mit sich. Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, stürzte sich noch ein riesiges schattenhaftes Vogelwesen auf die Dokumente und trug sie davon. Talea erwischte das Vieh mit einem gelungenen Messerwurf. So konnte sie die – mittlerweile blutbefleckten und ziemlich unleserlichen – Dokumente wieder an sich nehmen.
Abgesehen von diesen befanden sich im Umschlag noch einige Milchzähne und Fotos von Menschen ohne Unterkiefer.
Was unsere Freunde aus den verschmierten Zetteln heraus lesen konnten, war folgendes:
Es gab mehrere Opfer. Alle wurden ohne Unterkiefer in ihrem Schlafzimmer gefunden. Die Todesursache war unklar. Die Bilder waren von:
- Lesley Morgan, männlich, 8 Jahre alt, gestorben letzte Woche
- Jenny Stark, weiblich, 6 Jahre alt, vor 10 Jahren gestorben
- Stuard Jason Weintraub, alter Mann, vor 8 Jahren gestorben
Außerdem fanden sie noch einen kaum leserliche Unterschrift von einem Jack und einen Briefkopf vom Catacombes Nachtclub.

Unsere Freunde machten sich also auf den Weg zu dem Nachtclub.
Nachdem sie die Security „überzeugt“ sie einzulassen, trafen sie Jack. Einen gutaussehenden, rothaarigen Playboy. Einen vollkommen zugedröhnten Playboy. Sie bekamen nicht viel aus ihm heraus, außer dass sie den Kieferdieb finden sollten. Es gab in den letzten vier Monaten mindesten 12 oder 13 Opfer. Das Ballungsgebiet befindet sich am Südstrand von Miami Beach. Ihnen wird eine Adressliste zugestellt.

Auf der Rückfahrt beobachtete Talea, dass sich Gluttonys Rückspiegel sehr seltsam benahm. Das Spiegelbild tat nicht das, was Gluttony tat. Sie probierte ein wenig mit dem Spiegel herum. Nachdem sie ihn sieben Mal mit einem Kugelschreiber angetippt hatte, schluckte er diesen plötzlich. Genau wie weitere kleine Gegenstände.
Plötzlich kam eine Hand aus dem Spiegel und griff nach Talea. Mit Orphelias Hilfe versuchte sie die Hand zum loslassen zu bringen. Doch es half nur, in die Hand, zu beißen. Diese zerbrach in abertausende Scherben.
Das Einzige, was sich in der Bibliothek zu diesem Vorfall herausfinden ließ, war der Eintrag in einem sogenannten „D&D Monsterbuch“, wo ein ähnliches Wesen beschrieben wurde. Der Mirrorman, der aus einer Spiegeldimension heraus agierte.

Unsere Freunde fuhren zu der Adresse des letzten Opfers. Mit einigen schlechten Ausreden versuchten sie, sich in der Umgebung umzusehen. Aber außer weiteren Spiegeln und etlichen Blumenkränzen fanden sie nichts.

Das Wesen in Spiegel behauptete, dass unsere Freunde ihm etwas schulden würden. Zu sehen war das Logo des „Miami Beach Amusement Park“. Eines Vergnügungsparks, welcher nie eröffnet wurde.
Nach einigem Hin und Her, begaben sich die Drei dorthin.
Das Ambiente, welches hier herrschte, hätte dem abwesenden Tommy sicher sehr gefallen…
Irgendwo beim House of Horrors knarrten Türen. Und der Teddy in der Losbude sah sehr unheimlich aus.
Dennoch betraten unsere Freunde das Spiegelkabinett, in dem sie auf Antworten hofften. Doch diese sollten sie hier nicht finden.
Allerdings wurden sie nach kurzer Zeit von dem Teddy aus der Losbude angegriffen. Nachdem sie ihn auseinander genommen hatten, erkannten sie, dass in ihm ein menschliches (?) Wesen steckte, welches nun mittlerweile ziemlich tot war.

Wie unsere Freunden nun weiter vorgehen wollen, müssen sie sich noch überlegen…

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