Thorns of Summer

Ein denkbar leichter Job

Nun, es ist schwierig, den Anfang zu formulieren, wenn man ihn nicht kennt. Also machen wir es kurz.
Den letzten Auftrag erledigten Orphelia, Tommy und Max gemeinsam. Währenddessen waren Gluttony und Talea im Eiswagen unterwegs und besahen sich die Stadt. Oder besser, sie genossen die Stille, die Wut und die Trauer hinter den Mauern des Gefängnisses von Miami.
Damit begann unsere Geschichte im Großen und Ganzen. Zumindest dieser Teil, an den sich die Betroffenen noch erinnern.

So kam es, dass unsere Freunde einige Tage später in einen Club eingeladen wurden, um sich hier mit einem gewissen Rollo zu treffen.
Es erwies sich als schwierig, den Betreffenden auf dem unmöglich großen Gelände des Clubs zu finden. Oder von ihm gefunden zu werden. So vergingen die Stunden. Während Tommy riesige Mengen Nachos verdrückte, beobachtete Orphelia die Frühlingskönigin, Maria Thorn, beim Tanzen.
Die Stunden vergingen und nach und nach wurden es weniger Besucher im Club. Als Max schließlich die Toilette aufsuchte, wurde er dort von einem kleinen, koboldartigen Mann angesprochen, welcher ziemlich nervös war. Er stellte sich als Rollo vor und fragte nach dem Rest der Gruppe.
Max verließ die Toiletten, ohne sich die Hände zu waschen, um die Anderen zu holen. Es entbrannte eine kurze Diskussion über Damen in der Herrentoilette. Schlussendlich folgten alle, bis auf Orphelia, Max zu den Toiletten.
Während Tommy, Max, Gluttony und Talea ein kurzes Gespräch mit dem völlig verängstigten Rollo führten, begegneteOrphelia dem Grund seiner Furcht draußen im Club.Ivan, der Schläger des Sommerkönigs walzte wie eine fleischige Lawine durch die Menge. Er fragteOrphelia nach Rollo. Dies tat er auf die sehr einfache Methode, bei der man sich entscheiden kann, die Antwort zu geben, die er hören möchte oder die nächsten Monate durch einen Strohalm zu essen… Doch unsere liebe Orphelia kann mit dieser Art leider nichts anfangen. Also forderte sie den Fleischberg auf, zu Tanzen, wenn er die Antwort hören wolle. Da dieser scheinbar doch mehr Hirn besaß, als man auf den ersten Blick vermuten würde, beschloss er, die Verrückte verrückt sein zu lassen und walzte weiter durch den Club auf der Suche nach besseren Opfern.
Unsere restlichen Freunde schickten Rollo währenddessen nach draußen um Orphelia einzusammeln und sich dann mit ihm zu treffen, damit er sie zu ihrem eigentlichen Auftraggeber führen konnte.

Mit dem Eiswagen fuhren sie zum Monument. Einem riesigen, ziemlich gruseligen Teil. Eine Hand aus Stein, an der sich ebenfalls steinerne Menschen empor ziehen. Diese liegen auch überall um sie herum verstreut. Aber das tut eigentlich nichts zur Sache.
Hier wartete eine junge, bleiche Frau. Mehr Haut und Knochen, als alles Andere. Naamah, die Herbstkönigin.
Sie erklärte unseren Freunden, dass sie jemanden benötige, der auf dem Goblinmarkt ein silbernes Kästchen für sie abholt. Sie selbst dürfe mit dem Kästchen – dem „Traurigen Herz“ – nicht in Verbindung gebracht werden. Darum suche sie jemanden, der diese wichtige Aufgabe übernehmen kann. Die Ware wäre bereits bezahlt und warte bei einem Hobb namensSnottle auf Abholung.
Nach einigem Hin und Her, Diskussionen und seltsamen Vorschlägen, einigte man sich, den Auftrag anzunehmen. Als Entlohnung wurde vereinbart, dass die Herbstkönigin jedem unserer Freunde einen Gefallen schuldete. Diese Verabredung gilt wie üblich ein Jahr und einen Tag. Um seinen Gefallen zu bekommen, muss der Betreffende einmal auf den Boden stampfen und „Ich will meinen Gefallen!“ rufen.
Naamah verlangte noch, dass man niemandem erzählte, dass sie das Kästchen erworben hatte und dass man nicht hinein schauen würde.
Die Übergabe des Kästchens sollte bei Sonnenaufgang nach dem Goblinmarkt am Kiosk am Strand erfolgen. Tommy weiß, welcher Kiosk.

Also machte die Gruppe sich zum Goblinmarkt auf. Zu ihrem Glück war an diesem Samstag nur der kleine Goblinmarkt. Also nur etwa zwanzig bogenförmige Zugänge in die Hecke.
Nachdem Frau Vielauge, eine Libellenfreundin von Max den richtigen Eingang für die Fünf ermittelt hatte und ein Wächter sie nochmal auf die Gesetze des Goblinmarktes
– Keine Gewalt!
– Ihr bekommt, was ihr seht!
– Ehrt euren Handel!
– Kein Umtausch!
aufmerksam gemacht hatte, betraten sie die Hecke.
Der Platz an dem Snottle normalerweise seinen Stand aufbaute, war leer. Bis auf ein paar Gestalten – scheinbar wartende Kunden – die unsere Fünf nach kurzem darauf hinwiesen, dass Snottle eigentlich schon da sein sollte. Allerdings rieten sie ihnen auch davon ab, ihm entgegen zu gehen. Also vertrieben sichTalea und Gluttony die Zeit mit Jonglieren und gefrohrenem Fleisch, während der Rest der Truppe auf Shoppingtour ging. Max erwarb in dieser Zeit eine Handvoll Leichenfinger- und Fußnägel. (Bäh!)
Irgendwann tauchte ein kleines Wägelchen in der Ferne auf. Gluttony und Talea, die gewartet hatten, gingen ihm entgegen und erfuhten – nicht nur an Hand der Pfeile, die in dem Wagen steckten – dass das kleine Männchen, das etwa sie groß, wie seine scheinbar ständig erkältete Nase war, überfallen wurde.
Die restliche drei trafen auch bald bei dem Grüppchen an. Zusammen überzeugten sie den kleinen Mann, sie an den Ort des Überfalls zu führen. Die größte Hilfe hierbei war, dass sie ihm versprachen, er könne eventuell das Meiste seiner Waren wieder erhalten.
Neben den beiden Pfeilen im Wagen, fanden unsere Freunden noch einen Weiteren im Boden, wo der Überfall stattgefunden hatte. Dort war außerdem noch eine runde, eingefrorene Fläche mit einem Häufchen Schnee in der Mitte. Und ein riesiges Krokodil, welches scheinbar besonderen Appetit auf Fisch zu haben schien, da es Orphelia angriff. Gemeinsam schafften die Fünf es, das Biest zu besiegen. Talea und Tommy nahmen ein paar seiner Zähne mit.
Dann sammelten sie gemeinsam mit Snottle dessen Waren ein. Er hatte scheinbar nichts verloren, außer einem bisschen Zeit und dem silbernen Kästchen nach dem unsere Freunde suchten.
Als Dank für ihre Mühen, schenkte das Männchen ihnen noch einige angeblich wertlose Dinge aus seinem Bestand.

WährendSnottle los fuhr, um noch ein paar Dinge verkaufen zu können, sahen unsere Freunde sich weiter um. Die Flugrichtung der Pfeile und einige Spuren, deuteten ganz klar darauf hin, dass der oder die Angreifer direkt aus den Dornen gekommen sein mussten. Nachdem auch hier noch ein paar Diskussionen folgten, waren sich unsere Freunde einig, dass sie mir leeren Händen zu Naamah zurück kehren müssten. Denn für sie bestand keine Möglichkeit mit heiler Haut und Verstand durch die Dornen zu gehen.

Comments

Mythforger_Games Thariya

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.